@article{22601,
  abstract     = {Kontaktelektrifizierung tritt allgegenwärtig in der Natur auf, doch die Identität der Ladungsträger bleibt in den meisten Fällen unklar, mit Elektronen, Ionen oder nanoskopischen Materialfragmenten als mögliche Kandidaten. Ein Material, bei dem die übertragene Spezies mehr gewiss erscheint, sind Ionomere, d. h. Polymere mit mobilen Ionen, deren Ladung durch fest gebundene Gegenladungen ausgeglichen wird. Wenn Ionomere mit einer neutralen Oberfläche in Kontakt kommen, lädt sich diese mit dem Vorzeichen der mobilen Ionen auf, was stark auf Ionentransfer hindeutet. Der zugrundeliegende Mechanismus sowie die bestimmenden Einflussfaktoren dieses Transfers sind jedoch bislang nur unzureichend verstanden. In der vorliegenden Arbeit zeigen wir, dass die Bindungsaffinität zwischen den mobilen Ionen und dem Ionomer den Ladungstransfer maßgeblich bestimmt. Wir untersuchen Ionomere mit gebundenen Anionen und Kationen und erzeugen mittels Ionenaustausch Proben mit einer Reihe unterschiedlicher übertragbarer Ionen. Für das anionische Ionomer beobachten wir eine starke Abhängigkeit von der Bindungsaffinität, wobei mobile Kationen mit der höchsten Affinität am wenigsten Ladung übertragen. Eine schwächere, aber trotzdem klare Abhängigkeit wurde für das kationische Ionomer gemessen, welches der freien Hydratationsenergie der mobilen Anionen folgt. Mithilfe von optischer Emissionsspektroskopie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP‐OES) bestätigen wir den Transfer von mobilen Ionen auf die Oberfläche der Gegenprobe. Unsere Ergebnisse bestätigen die Ladungsträgeridentität und den Mechanismus des Ladungstransfers bei ionomerischen Materialien, was auch für das allgemeine Verständnis von Kontaktelektrifizierung von Bedeutung sein könnte.},
  author       = {Hoffman Jr, John R and Freunberger, Stefan Alexander and Waitukaitis, Scott R},
  issn         = {1521-3757},
  journal      = {Angewandte Chemie},
  publisher    = {Wiley},
  title        = {{Ionentransfer während der Ionomer Kontaktelektrifizierung: Bindungsaffinität steuert Aufladung}},
  doi          = {10.1002/ange.5487708},
  year         = {2026},
}

@article{14835,
  abstract     = {Aromatische Seitenketten sind wichtige Indikatoren für die Plastizität von Proteinen und bilden oft entscheidende Kontakte bei Protein‐Protein‐Wechselwirkungen. Wir untersuchten aromatische Reste in den beiden strukturell homologen cross‐β Amyloidfibrillen HET‐s und HELLF mit Hilfe eines spezifischen Ansatzes zur Isotopenmarkierung und Festkörper NMR mit Drehung am magischen Winkel. Das dynamische Verhalten der aromatischen Reste Phe und Tyr deutet darauf hin, dass der hydrophobe Amyloidkern starr ist und keine Anzeichen von “atmenden Bewegungen” auf einer Zeitskala von Hunderten von Millisekunden zeigt. Aromatische Reste, die exponiert an der Fibrillenoberfläche sitzen, haben zwar eine starre Ringachse, weisen aber Ringflips auf verschiedenen Zeitskalen von Nanosekunden bis Mikrosekunden auf. Unser Ansatz bietet einen direkten Einblick in die Bewegungen des hydrophoben Kerns und ermöglicht eine bessere Bewertung der Konformationsheterogenität, die aus einem NMR‐Strukturensemble einer solchen Cross‐β‐Amyloidstruktur hervorgeht.},
  author       = {Becker, Lea Marie and Berbon, Mélanie and Vallet, Alicia and Grelard, Axelle and Morvan, Estelle and Bardiaux, Benjamin and Lichtenecker, Roman and Ernst, Matthias and Loquet, Antoine and Schanda, Paul},
  issn         = {1521-3757},
  journal      = {Angewandte Chemie},
  keywords     = {General Medicine},
  number       = {19},
  publisher    = {Wiley},
  title        = {{Der starre Kern und die flexible Oberfläche von Amyloidfibrillen – Magic‐Angle‐Spinning NMR Spektroskopie von aromatischen Resten}},
  doi          = {10.1002/ange.202219314},
  volume       = {135},
  year         = {2023},
}

@article{8057,
  abstract     = {Water-in-salt electrolytes based on highly concentrated bis(trifluoromethyl)sulfonimide (TFSI) promise aqueous electrolytes with stabilities approaching 3 V. However, especially with an electrode approaching the cathodic (reductive) stability, cycling stability is insufficient. While stability critically relies on a solid electrolyte interphase (SEI), the mechanism behind the cathodic stability limit remains unclear. Here, we reveal two distinct reduction potentials for the chemical environments of ‘free’ and ‘bound’ water and that both contribute to SEI formation. Free-water is reduced ~1V above bound water in a hydrogen evolution reaction (HER) and responsible for SEI formation via reactive intermediates of the HER; concurrent LiTFSI precipitation/dissolution establishes a dynamic interface. The free-water population emerges, therefore, as the handle to extend the cathodic limit of aqueous electrolytes and the battery cycling stability.},
  author       = {Bouchal, Roza and Li, Zhujie and Bongu, Chandra and Le Vot, Steven and Berthelot, Romain and Rotenberg, Benjamin and Favier, Frederic and Freunberger, Stefan Alexander and Salanne, Mathieu and Fontaine, Olivier},
  issn         = {1521-3757},
  journal      = {Angewandte Chemie},
  number       = {37},
  pages        = {16047--16051},
  publisher    = {Wiley},
  title        = {{Competitive salt precipitation/dissolution during free‐water reduction in water‐in‐salt electrolyte}},
  doi          = {10.1002/ange.202005378},
  volume       = {132},
  year         = {2020},
}

